Die Anwaltskosten

Welche Möglichkeiten gibt es?


Grundsätzlich ist es so, dass der Auftraggeber den Anwalt bezahlt. Der Anwalt rechnet seine Gebühren nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) ab. Lediglich das Honorar für eine Beratung ist frei verhandelbar. Alle anderen Tätigkeiten werden über das RVG abgerechnet.

Sie haben eine Rechtsschutzversicherung?

Prima, Sie bringen dann einfach den Namen und Ihre Versicherungsnummer mit. Den Schriftverkehr mit Ihrer Rechtsschutzversicherung erledige ich für Sie. Gegebenenfalls müssen Sie lediglich die Selbstbeteiligung bezahlen.

Sie haben keine Rechtsschutzversicherung und auch kein Geld, um einen Anwalt zu bezahlen?

Auch hier gibt es Möglichkeiten, damit Sie zu Ihrem Recht kommen.

Für eine außergerichtliche Tätigkeit können Sie gegebenenfalls Beratungshilfe beim Amtsgericht beantragen. Allerdings gibt es hier enge Grenzen. Auch gibt es einige Bereiche, in denen Beratungshilfe nicht bewilligt wird. Z. B. Geltendmachung von Kindesunterhalt durch die Kindesmutter, Angelegenheiten bei der ARGE. Um Bera-

tungshilfe in den ARGE-Angelegenheiten zu bekommen, müssen Sie nachweisen, dass Sie bereits versucht haben, Ihre Angelegenheit direkt mit der ARGE zu klären.

Des weiteren dürfen Sie monatlich nur einen Betrag von unter 15,00 € zur freien Verfügung haben.

Überschlägig können Sie wie folgt berechnen, ob Sie Beratungshilfe bewilligt bekommen können:

Ihr Einkommen (dazu zählt auch das Kindergeld, Wohngeld, Rente u. ä)

./. Freibeträge für den Antragsteller und den Ehegatten i. H. v. 395,00 €

./. Freibeträge für jede weitere Person, für die Unterhaltspflicht besteht, i. H. v. 276,00 €

./. Freibetrag, wenn Sie ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielen

./. Mietkosten

Einen Berechtigungsschein können Sie sich vor einer Beratung beim Amtsgericht besorgen. Nehmen Sie dazu alle notwendigen Unterlagen mit.

Für ein gerichtliches Verfahren können Sie Prozeßkostenhilfe beantragen:

Voraussetzung ist, dass Ihre Rechtsverteidigung Aussicht auf Erfolg hat und Sie die Kosten des Anwalts nicht tragen können.

Hierzu müssen Sie ein besonderes Formular ausfüllen und Ihre Einkommensverhältnisse nachweisen. Die Freibeträge sind die gleichen wie bei der Beratungshilfe. Bei der Prozeßkostenhilfe ist es jedoch auch möglich, dass Ihnen diese mit Ratenzahlung bewilligt wird.

Gerne sind wir - meine Mitarbeiterinnen und ich - Ihnen behilflich, das Formular auszufüllen. Sprechen Sie uns an.